Konzept
Unverfügbarkeit
Resonanz lässt sich weder erzwingen noch verhindern: Keine Methode und kein Schritt-für-Schritt-Ratgeber können garantieren, dass ein Mensch in Resonanz tritt.
Aus dem Text der Arbeit exzerpiert · Kap. 2.2 — 2.2 Der Raum der Begegnung: Bubers Zwischen und Rosas Resonanz
Verwandte Konzepte
ResonanzMoment of MeetingExperiment
Fundstellen im Text
- Kap. 1.1 1.1 Persönliche Motivation
… sich immer wieder neu auf das Unvorhersehbare, oder wie Hartmut Rosa es sagen würde, das Unverfügbare einzuschwingen. Dieses Miteinander-Schwingen erfordert eine Leiblichkeit und eine Intimit …
- Kap. 1.4 1.4 Forschungsfragen
… Gestalttherapie durch Leiblichkeit, Gegenwärtigkeit und dialogisches Zwischen kultiviert, unverfügbar und damit unersetzbar? Im Zentrum steht dabei die phänomenologische Begründung, weshalb w …
- Kap. 1.5 1.5 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
… ugsrahmen bilden dabei die Dialogphilosophie (Buber), die Soziologie (Rosas Resonanz- und Unverfügbarkeits-Theorie), die Leibphänomenologie (Merleau-Ponty, Fuchs, Waldenfels), die Entwicklungspsychologie …
- Kap. 1.5 1.5 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
… . Dabei folgen die Begriffe einer klaren Reihenfolge vom Fundament (Zwischenleiblichkeit, Unverfügbarkeit) über den ontologischen Bruch (kein Leib, kein Ich, kein mögliches Du) bis hin zu den kli …
- Kap. 2.2 2.2 Der Raum der Begegnung: Bubers Zwischen und Rosas Resonanz
… und auch nicht erzwingen. Es begegnet, oder es begegnet eben nicht. Buber nennt dies die Unverfügbarkeit des Du:
- Kap. 2.2 2.2 Der Raum der Begegnung: Bubers Zwischen und Rosas Resonanz
… ist nicht planbar und setzt eine Ich-Du-Haltung voraus. Der echte Raum der Begegnung ist unverfügbar: Er entsteht, wenn die berechnende Ich-Es-Haltung im Augenblick der Begegnung zurücktritt …
- Kap. 2.2 2.2 Der Raum der Begegnung: Bubers Zwischen und Rosas Resonanz
… echselseitige Berührung (Affizierung), Einwirkung (Selbstwirksamkeit), Transformation und Unverfügbarkeit (Horn & Rosa, 2024, S. 38 und Rosa, 2024b, S. 38).
- Kap. 2.2 2.2 Der Raum der Begegnung: Bubers Zwischen und Rosas Resonanz
Das vierte und für Rosas Theorie zentralste Merkmal ist das Moment der Unverfügbarkeit. Resonanz lässt sich weder erzwingen noch verhindern: Keine Methode und kein Schritt-für- …
- Kap. 2.3 2.3 Zwischenleiblichkeit und Intersubjektivität: Der leibliche Vollzug der Begegnung (als Kern der therapeutischen Beziehung)
… en und gemeint zu sein. Der Vorgang verlangt Verletzlichkeit auf beiden Seiten und bleibt unverfügbar: Was zwischen zweien entsteht, kann keiner von beiden steuern (Fuchs, 2024a, S. 160).
- Kap. 3 3 Gestalttherapie als gelebte Beziehungsmedizin
… (Fogarty et al., 2016, S. 36). In dieser Unbestimmtheit reagiert die Therapeut*in auf die Unverfügbarkeit, die in Kapitel 2.2 als wesentlicher Aspekt wahrer Begegnung definiert wurde: Das, was si …
- Kap. 3.1 3.1 Embodied & Emotive: Awareness und leibliche Selbstresonanz
Damit schließt sich der Kreis zu Rosas Unverfügbarkeit (Kap. 2.2). Was dort für die Resonanz galt, gilt hier für die Heilung: Sie lässt sich nic …
- Kap. 4.1 4.1 Die fehlende Leiblichkeit: Echo statt Resonanz
… zu antworten scheint. Rosas vier Resonanzkriterien (Affizierung, Antwort, Transformation, Unverfügbarkeit) verlangen ein schwingungsfähiges, autonomes Medium, das mit eigener Stimme antwortet und …
- Kap. 6 6 Fazit und Ausblick
… 2 hat die Beziehung als zentralen Wirkfaktor ausgewiesen und ihre Struktur bestimmt: eine unverfügbare, zwischenleibliche Resonanz. Kapitel 3 hat gezeigt, womit, wo und wie Gestalttherapie hei …
- Kap. 6.1 6.1 Interpretation der Ergebnisse
… ische Resonanz (getragen von Leiblichkeit, Gegenwärtigkeit und dem dialogischen Zwischen) unverfügbar und damit unersetzbar? Resonanz verlangt ein zweites leibliches Subjekt, das wirklich ant …
- Kap. 6.1 6.1 Interpretation der Ergebnisse
… enz. Je mehr die Maschine das Verfügbare übernimmt, desto mehr zählt der Raum, in dem das Unverfügbare geschieht.