KI und Gestalttherapie
EN

3.1 Embodied & Emotive: Awareness und leibliche Selbstresonanz

Awareness ist in der Gestalttherapie seit Perls, Hefferline und Goodman (1951/2019) kein Nachdenken über sich selbst, sondern die wache, leiblich verankerte Aufmerksamkeit für das gegenwärtige Erleben an der Kontaktgrenze. Der Unterschied ist grundlegend: Selbstbeobachtung tritt aus dem Erleben heraus und betrachtet es aus Distanz. Awareness bleibt im Erleben und nimmt wahr, was jetzt geschieht (Joyce & Sills, 2014, zit. n. Skottun & Krüger, 2022, S. 102). Fogarty et al. beschreiben Awareness nicht als bloße Einsicht oder Introspektion, sondern als ein Erkunden der Erfahrung, als leibliche und fühlende Wesen, die in ihrer Umwelt und ihren Beziehungen zu anderen Sinn finden. Dieses Gewahrsein umfasst sowohl physisch-sinnliche Erfahrungen als auch die kognitive und emotionale Wahrnehmung (Fogarty et al., 2016, S. 35). Auch Yontef fasst Awareness als zugleich kognitiv, sensorisch und affektiv und grenzt sie von einer bloß gegebenen Einsicht ab: Gewahr ist nur, wer nicht nur weiß, sondern zugleich spürt und im Erleben reagiert (Yontef, 1993; im selben Sinn Laura Perls, 1992, zit. n. Skottun & Krüger, 2022, S. 102: Awareness als Zusammenspiel aller sensorischen und motorischen Funktionen).

Awareness bezieht sich dabei stets gleichzeitig auf drei Zonen: die Außenzone (die Wahrnehmung der Umwelt), die Innenzone (die leibliche Selbstwahrnehmung: Haltung, Muskelspannung, Atem, Herzschlag) und die mittlere Zone (Denken, Vorstellen, Erinnern) (vgl. Perls, Hefferline & Goodman, 1951/2019). Heilung beginnt oft damit, dass die Innenzone nicht länger von der mittleren überwuchert wird. So kann weiter das unmittelbare leibliche Spüren wieder Raum gegenüber dem fortlaufenden Kommentar der Gedanken gewinnen.

Der Leib bildet dabei einen zentralen Ansatzpunkt der gestalttherapeutischen Arbeit, denn vergangene emotionale Erfahrungen setzen sich häufig in habituellen leiblichen Spannungen fest (Fogarty et al., 2016, S. 38). Fogarty et al. verschieben ihre Terminologie von der Arbeit mit Verkörperung (2016) hin zur Arbeit mit verkörperter Awareness (2020, S. 496) und markieren damit, dass Leibbewusstheit stets an Gedanken und Gefühle rückgebunden bleibt, statt für sich zu stehen (Fogarty et al., 2016, S. 38). Entscheidend ist der relationale Charakter dieser Verkörperung: Die Therapeut*in nimmt die eigenen leiblichen Prozesse während der Sitzung bewusst wahr und kokreiert so gemeinsam mit dem Gegenüber ein verkörpertes Feld (embodied field; Fogarty et al., 2016, S. 38). Indem sie ihre leibliche Präsenz kalibriert, tritt sie mit dem Erleben der Klient*in in Resonanz. Dieser Resonanzvorgang im Sinne von Fuchs’ primärer Empathie (vgl. Kap. 2.3) ist zutiefst leiblich, und zielt letztlich darauf ab, die Klient*in zu befähigen, das eigene leibliche Erleben zu spüren und zugleich mit anderen in Resonanz zu gehen: ein wechselseitiges, leibbezogenes Geschehen (Fogarty et al., 2016, S. 38).

Was hier klinisch geschieht, ist die Zwischenleiblichkeit aus Kapitel 2.3 in ihrer therapeutischen Anwendung: ein leiblich getragenes, präreflexives Resonanzgeschehen (Fuchs & Schmidsberger, 2024, S. 114). Damit ist der emotive Bezug dieses Kapitels benannt: Gefühl ist kein mentaler Zustand, sondern etwas, das leiblich zwischen zwei Menschen geschieht.

„[…] Die unmittelbare Erfahrung ist haltgebend und korrigierend und hat damit bereits ein eigenes, therapeutisches Potential.” (Hartmann-Kottek, 2014, S. 228, gekürzt)

Klinisch zeigt sich das im Vollzug: Eine Klient*in berichtet von ihrer Angst und wird eingeladen, nicht über sie zu sprechen, sondern zu spüren, wo die Angst jetzt, in diesem Augenblick, im Leib sitzt: die Enge in der Kehle, der flach gewordene Atem, die kalt gewordenen Hände. Erst dieser Schritt von der Beschreibung zur leiblichen Präsenz macht Veränderung möglich. Das gilt für beide Seiten: nicht nur für den Leib der Klient*in, sondern ebenso für den der Therapeut*in.

Die eigene Leiblichkeit ist im therapeutischen Prozess ein wichtiges diagnostisches Instrument. Diese Selbstresonanz meint das Gewahrsein der eigenen leiblichen Reaktion auf das, was von der Klient*in ins Feld gebracht wird: Anspannung, Wärme, Müdigkeit, ein Kloß im Hals. Diese leiblichen Reaktionen zeigen der Therapeut*in, was zwischen ihr und der Klient*in geschieht.

Dieses wechselseitige Geschehen beschreibt Appel-Opper (2024, S. 31 f.) als Körper-zu-Körper-Kommunikation.Fußnote 1 Appel-Opper arbeitet seit Jahren im englischen Sprachraum und bevorzugt deshalb den Ausdruck des lebendigen Körpers gegenüber dem des Leibes. Sie stellt es den Lesenden ausdrücklich frei, ihren „Körper” als Leib zu lesen (Appel-Opper, 2024, S. 30, Fn. 1). Ihre „interkörperlichen” Prozesse werden hier entsprechend als zwischenleibliche wiedergegeben. Ihr Modell richtet den Blick nicht nur auf zwei ganze Leiber, sondern auf einzelne Partien: zwei Lungen, die miteinander ein- und ausatmen, zwei Herzen, die miteinander schlagen, vier Füße im co-kreierten Feld. Die beiden Leiber verständigen sich unterhalb der Sprache, und die Therapeut*in wird zum Seismographen des Feldes (die klinische Anwendung von Fuchs’ Resonanzkörper, vgl. Kap. 2.3). Sie benennt die Wahrnehmungsparameter konkret: minimale Änderungen von Atemmuster, Blickverhalten, Sitzposition, Muskeltonus, Hautfarbe und Kleinstbewegungen, und zwar auf beiden Seiten (Appel-Opper, 2024, S. 37). Über eine ihrer klinischen Sequenzen hält sie fest, beide seien „zu Körpern geworden, die sich aufeinander beziehen” (Appel-Opper, 2024, S. 38).

Diese Resonanzfähigkeit setzt Verletzlichkeit voraus: Nur eine Therapeut*in, die sich selbst berühren lässt und sich nicht hinter einer Maske technischer Neutralität versteckt, kann ein Resonanzboden sein. Praktisch sichtbar wird diese Berührbarkeit in dem, was Votsmeier-Röhr und Wulf (2024, S. 182) als Selbstoffenbarung im Prozess beschreiben: Die Therapeut*in teilt die eigene Regung mit, etwa „Während Sie das sagen, merke ich, dass ich ganz aufgeregt werde.” Solche Mitteilungen geschehen im Dienste des Prozesses der Klient*in, nicht zur Entlastung der Therapeut*in (Votsmeier-Röhr & Wulf, 2024, S. 181).

Ebenso wichtig ist die stetige Unterscheidung zwischen Eigenresonanz (dem was zur eigenen Geschichte gehört und in Supervision oder Eigentherapie zu klären ist) und Resonanz mit der Klient*in, dem, was das Gegenüber im Hier und Jetzt hervorruft. Wie das praktisch aussieht, zeigt ein Beispiel von Appel-Opper. Eine Klientin erzählt teilnahmslos von schweren Erfahrungen, und Appel-Opper spürt dabei eine Schwere in sich. Diese Schwere stammt nicht aus ihrer eigenen Geschichte, sie ist die Antwort ihres Leibes auf die Klientin. Eine solche relationale Resonanz sei nicht mit Konfluenz zu verwechseln (Appel-Opper, 2024, S. 33, Fn. 6): Sie spürt die Klientin, ohne mit ihr zu verschmelzen. Diese Unterscheidung immer wieder zu treffen ist eine fortlaufende Schulungsaufgabe.

Spagnuolo Lobb integriert die Schulung dieser Resonanzfähigkeit strukturell in die Ausbildung: Ästhetisches relationales Wissen (aesthetic relational knowledge) setzt sich aus leiblicher Selbstwahrnehmung (bodily awareness), Resonanz (resonance) und Empathie (empathy) zusammen. Bemerkenswert ist ihre Beobachtung zur Formbarkeit: bodily awareness und resonance ließen sich systematisch schulen, während empathy als Grundkompetenz weniger formbar sei (Spagnuolo Lobb et al., 2022; Spagnuolo Lobb et al., 2023). Genau hier setzt die gestalttherapeutische Ausbildung an: Sie trainiert genau jene Fähigkeiten, die sich erlernen und üben lassen: das leibliche Wahrnehmen und die Resonanz. Aus der leiborientierten Praxis bestätigt Schorn (2020, S. 51) diesen Auftrag: Therapeut*innen, die um die Bedeutung des impliziten und des intersubjektiven Erfahrungsraums wissen, haben ihr leibliches Verhalten im Gegenwartsmoment und ihre Resonanzfähigkeit stetig weiterzuentwickeln und zu reflektieren.

Diese Fähigkeit lässt sich schulen, doch nicht wie ein Regelwissen weitergeben. Sie bildet sich als leiblich-situatives Können über einen langen Berufsweg heraus. Orlinsky und Rønnestad haben in einer Befragung von rund 5.000 Therapeut*innen unterschiedlichster Schulen gezeigt, dass diese Entwicklung Zeit braucht und dass ausreichend ausgebildete Therapeut*innen gerade nicht untereinander austauschbar sind (Orlinsky & Rønnestad, 2005, zit. n. Buchholz, 2013, S. 47). Nicht die beherrschte Technik trägt, sondern die über Jahre geformte Person. Viele der Befragten erinnern wirkliche Entwicklungsschritte zudem erst nach ihrer formellen Ausbildung (Orlinsky & Rønnestad, 2005, zit. n. Buchholz, 2013, S. 49). Die Kompetenz reift nicht im Lehrbuch, sondern in gelebter Praxis, in Selbsterfahrung und Supervision. Die Kompetenzstudie des IG Wien bestätigt das mit eigenen Daten: Die erlebte Anwendungssicherheit steigt hochsignifikant über die Expertise-Gruppen, von den Anfänger*innen bis zu den Lehrtherapeut*innen, und zwar gerade in den leiblich-relationalen Kompetenzen wie Präsenz, Resonanzfähigkeit und der Awareness für leibliche Prozesse, die dieses Kapitel beschreibt (Grillmeier-Rehder, 2020, S. 123).

Am Ende des Ausbildungsweges von Psychotherapeut*innen steht kein Katalog abrufbarer Verfahren, sondern ein persönlicher Stil, ein eigenes therapeutisches Idiom (Orlinsky & Rønnestad, 2005, zit. n. Buchholz, 2013, S. 50–51). Was so entsteht, ist an einen Leib und an eine Biografie gebunden und lässt sich weder auslagern noch nachträglich einspielen. Ein System ohne eigene leibliche Erfahrungsgeschichte kann eine solche Kompetenz daher nicht erwerben, sondern nur ihre Beschreibung wiedergeben.

Auch die klassischen Begriffe der Übertragung und Gegenübertragung lassen sich als leibliches Mitschwingen verstehen: Gegenübertragung im weiteren Sinne ist eine leibliche Resonanz der Therapeutin auf die Klientin (Wegscheider, 2020, S. 102; vgl. Kap. 2.3). Die leibliche Resonanz ist aber nicht der einzige Zugang zur Klient*in.

Fuchs (2023, S. 182) unterscheidet drei diagnostische Perspektiven. Die 1.-Person-Perspektive beschreibt, was die Klient*in selbst erlebt. Sie erfordert einen verstehenden, empathischen Mitvollzug seitens der Therapeut*in. Die 3.-Person-Perspektive meint den objektivierenden Blick von außen, der für Kategorisierungen, Befunde und Testungen notwendig ist. Die 2.-Person-Perspektive schließlich beschreibt, wie sich die Klient*in leiblich, in der Begegnung im Hier und Jetzt, zeigt. In ihr verrät der eigene Leib etwas über die andere Person: ein Ziehen im Magen, ein flacher werdender Atem.

„Die 2. Person-Perspektive [...] begreift psychisches Kranksein nicht als eine Innenwelt, sondern als verkörpertes Geschehen, das sich im „phänomenalen Feld” der Ich-Du-Begegnung manifestiert. […]” (Fuchs, 2023, S. 182, gekürzt)

Eben dieses „Medium des Verstehens” ist der methodische Schwerpunkt der Gestalttherapie.

Was Fuchs systematisch beschreibt, hat Martin Buber dialogphilosophisch mit zwei Begriffen benannt: Umfassung und Innewerden.

Umfassung (Inklusion) meint eine Haltung, die über die kognitive Perspektivübernahme hinausgeht: Die Therapeut*in muss die andere Seite der Beziehung wie eine leibliche Berührung spüren, „as a bodily touch” (Buber, 1967, S. 173, zit. n. Jacobs, 1989, S. 12), sie „geradezu körperlich mitempfinden” (Wegscheider, 2020, S. 85). Umfassung ist leibliches Mitvollziehen, nicht intellektuelles Sich-Vorstellen. Buber setzt an derselben Stelle fort: Wäre die Klient*in dazu selbst imstande, „there would be no need of therapy and no relationship” (Buber, 1967, S. 173, zit. n. Jacobs, 1989, S. 19). Klinisch bedeutet das: Die Therapeut*in arbeitet nicht erst, wenn sie spricht. Ihre primäre Arbeit ist das Umfassen: das leibliche Halten der Klient*in in der eigenen Wahrnehmung, während das, was sich zeigt, sich zeigen darf. Das Wort, wenn es kommt, ist das sekundäre Ereignis.

Votsmeier-Röhr und Wulf (2024, S. 180 f.) präzisieren diese Haltung dahin, „dort und hier zur selben Zeit sein zu können”: die phänomenologische Realität des Anderen nachempfinden und zugleich die eigene Zentriertheit bewahren. Im Unterschied zur reinen Empathie liegt der Fokus dabei nicht auf dem Gegenüber, sondern auf der gemeinsamen Teilhabe an der Situation, also auf dem Zwischen (vgl. Kap. 2.2). Als gelungen gilt die Umfassung, wenn die Klient*in vermittelt, sich verstanden gefühlt zu haben, und die Therapeut*in sich sowohl auf das Gegenüber eingestimmt als auch gut mit sich selbst im Kontakt erlebt hat (Votsmeier-Röhr & Wulf, 2024, S. 181).

Innewerden ist der zweite Begriff. Es unterscheidet sich vom bloßen Beobachten dadurch, dass es ein leibliches Gewahrwerden ist (vgl. Wegscheider, 2020, S. 86). Wer beobachtet, sieht die hochgezogenen Schultern, den abgewandten Blick. Wer inne wird, spürt, was diese Zeichen nicht verraten: die Anspannung im eigenen Leib, ein Zögern, eine Schwere, die sich im Raum ausbreitet. Innewerden erfasst damit, was sich zwischen beiden zeigt, ohne ausgesprochen zu werden.

Umfassung und Innewerden sind somit keine Techniken, sondern leibliche Haltungen. Ihre Wirksamkeit hängt nicht davon ab, was die Therapeut*in sagt, sondern in welcher Qualität sie da ist. Die Therapeut*in heilt nicht durch ihr Eingreifen, sondern hält durch ihre Präsenz den Raum, in dem sich der Mensch als lebendiger Organismus wieder selbst regulieren kann.

Die Gestalttherapie versteht den Menschen als Organismus in einem Feld und geht seit Perls, Hefferline und Goodman (1951/2019) davon aus, dass dieser Organismus über eine inhärente Tendenz zur guten Gestalt verfügt. Wird die Awareness wiederhergestellt, kann diese Selbstregulation von selbst wieder in Gang kommen. Dieses Konzept hat eine eigene Herkunftslinie: Es geht auf Goldsteins Ganzheitstheorie des Organismus zurück, bei dem Fritz und Laura Perls arbeiteten, und meint kein statisches Gleichgewicht, sondern eine „mittlere Spannung”, ein dynamisches Ungleichgewicht, das dem individuellen Wesen einer Person entspricht (Goldstein, 1934, zit. n. Votsmeier-Röhr & Wulf, 2024, S. 64).

Fuchs beschreibt denselben Vorgang in philosophischer Sprache. Was die Gestalttherapie organismische Selbstregulation nennt, heißt bei ihm psychische Homöostase: das Streben der Person nach einem inneren Gleichgewicht (Fuchs, 2023, S. 176–177). Gelingt dieses Gleichgewicht nicht, verselbstständigen sich einzelne Anteile und geraten in Widerstreit.

Damit schließt sich der Kreis zu Rosas Unverfügbarkeit (Kap. 2.2). Was dort für die Resonanz galt, gilt hier für die Heilung: Sie lässt sich nicht herstellen, nur ermöglichen. Der therapeutische Durchbruch wird nicht verursacht, sondern durch eine Haltung ermöglicht, die den Prozess begleitet, statt ihn zu steuern. Je mehr die Therapeut*in leiblich präsent ist und je weniger sie technisch eingreift, desto wirksamer ist sieFußnote 2 Leib‑ und zwischenleiblich fundierte Ansätze betonen, dass therapeutische Wirksamkeit aus der leiblichen Präsenz und Resonanz der Therapeut*in im Prozess entsteht, nicht aus technisch‑schematischen Interventionen (eigene Darstellung; vgl. Fuchs, 2023; Fuchs & Schmidsberger, 2024)..

Awareness und leibliche Selbstresonanz schulen die Wahrnehmung, und in der Begegnung von Person zu Person, im Umfassen und Innewerden, wird spürbar, was sich unter der Oberfläche zeigt. In diesem leiblich kultivierten Raum kann die organismische Selbstregulation wieder in Gang kommen. Dieser Raum entsteht an der Kontaktgrenze.

Fußnoten

  1. Appel-Opper arbeitet seit Jahren im englischen Sprachraum und bevorzugt deshalb den Ausdruck des lebendigen Körpers gegenüber dem des Leibes. Sie stellt es den Lesenden ausdrücklich frei, ihren „Körper” als Leib zu lesen (Appel-Opper, 2024, S. 30, Fn. 1). Ihre „interkörperlichen” Prozesse werden hier entsprechend als zwischenleibliche wiedergegeben.
  2. Leib‑ und zwischenleiblich fundierte Ansätze betonen, dass therapeutische Wirksamkeit aus der leiblichen Präsenz und Resonanz der Therapeut*in im Prozess entsteht, nicht aus technisch‑schematischen Interventionen (eigene Darstellung; vgl. Fuchs, 2023; Fuchs & Schmidsberger, 2024).